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Häufig gestellte Frage

Wer kann Anträge auf die Beratung einer Methode stellen?

Damit eine Untersuchungs- oder Behandlungsmethode im Bundesausschuss beraten werden kann, muss dafür zunächst ein Antrag gestellt werden. Antragsberechtigt sind die unparteiischen Mitglieder des G-BA, der GKV-Spitzenverband, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die anerkannten Organisationen, die auf Bundesebene maßgeblich die Interessen von Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen in Deutschland vertreten. Außerdem können alle kassenärztlichen und kassenzahnärztlichen Vereinigungen und die Bundesverbände der Krankenhausträger entsprechende Anträge stellen.

Jeder Beratungsantrag muss eine detaillierte Begründung enthalten, in der Angaben zum Nutzen, zur medizinischen Notwendigkeit und zur Wirtschaftlichkeit der zu beratenden Methode jeweils auch im Vergleich zu bereits erbrachten Methoden gemacht werden. Außerdem muss dargelegt werden, wie viele Personen von der Methode einen Nutzen haben würden (Zielpopulation). Grundsätzliche Voraussetzung für die Antragsstellung ist, dass die Studienlage eine Beratung des Themas überhaupt zulässt. Und schließlich muss kenntlich gemacht werden, wie dringlich die Prüfung des jeweiligen Themas ist.

Sind die Voraussetzungen für eine Beratung gegeben, legt der G-BA fest, welche Methoden vorrangig überprüft werden. Dabei orientiert er sich an den Kriterien „medizinische Relevanz der Methode“, „Risiko“ und „Wirtschaftlichkeit“.