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Aufgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses

Zentraler Regelungsgegenstand der Bedarfsplanung in Deutschland ist die Zahl der zugelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte und Psychotherapeutinnen und -therapeuten bezogen auf die Zahl der Einwohner in einem bestimmten räumlichen Planungsbereich. Der G-BA legt in seiner Bedarfsplanungs-Richtlinie bundeseinheitlich einen Rahmen zur Bestimmung dieser sogenannten Verhältniszahlen, die für eine bedarfsgerechte Versorgung benötigt werden, fest. Damit wird gleichzeitig eine Bewertung der bestehenden Versorgungssituation ermöglicht. So kann kenntlich gemacht werden, wo ein über- bzw. unterdurchschnittliches Versorgungsniveau vorliegt. Wenn das Versorgungsniveau über dem Durchschnitt liegt (Überschreiten des bundesweiten Durchschnitts um 10 Prozent), wird ein Planungsbereich für weitere ärztliche Zulassungen gesperrt. Im Falle einer drohenden oder schon eingetretenen Unterversorgung greifen weitergehende Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung.

Nach den Vorgaben der Bedarfsplanungs-Richtlinie wird auf Landesebene von den Kassenärztlichen Vereinigungen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen ein Bedarfsplan aufgestellt. Seit den Gesetzesänderungen durch das GKV-VStG kann hierbei von der Richtlinie abgewichen werden, soweit dies zur Berücksichtigung regionaler Besonderheiten für eine bedarfsgerechte Versorgung erforderlich ist.