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Untersuchungs- und Behandlungsmethoden

Im Rahmen eines strukturierten Bewertungsverfahrens überprüft der G-BA diagnostische und therapeutische Methoden auf Nutzen, medizinische Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit (2. Kap. §§ 7, 10 und 11 VerfO).

Vertragsärztliche Versorgung nach § 135 Abs. 1 SGB V

Die Ergebnisse der Methodenbewertung für die vertragsärztliche Versorgung sind in den Anlagen der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-RL) aufgeführt.

  • Anlage I benennt alle vom G-BA anerkannten ärztlichen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und – soweit für die sachgerechte Anwendung der neuen Methode erforderlich – die notwendige Qualifikation der Ärzte, die apparativen Anforderungen sowie die Anforderungen an Maßnahmen der Qualitätssicherung und die erforderliche Dokumentation der ärztlichen Behandlung.
  • Anlage II beinhaltet ärztliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die in einem Bewertungsverfahren geprüft wurden und bei denen der G-BA zu dem Ergebnis kam, dass sie die Kriterien für eine Anerkennung nicht erfüllen. Eine erneute Bewertung kann jedoch – beispielsweise aufgrund neuer Erkenntnisse – beantragt werden.
  • Anlage III führt die Methoden auf, für die der G-BA das Beratungsverfahren ausgesetzt hat. Dies ist möglich, wenn noch keine ausreichende Evidenz vorliegt, aber zu erwarten ist, dass aussagekräftige Studien in naher Zukunft vorliegen. Im Rahmen von Modellversuchen kann eine Anwendung einer solchen Methode zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen vorgesehen werden.

Die noch nicht abschließend beratenen Themen finden Sie hier.

Stationäre Versorgung nach § 137c Abs. 1 SGB V

Die Ergebnisse der Methodenbewertung für die stationäre Versorgung sind in der Richtlinie Methoden Krankenhausbehandlung aufgeführt.

  • § 4 der Richtlinie beinhaltet die ärztlichen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die in einem Bewertungsverfahren geprüft wurden und bei denen der G-BA zu dem Ergebnis kam, dass sie die Kriterien für einen Verbleib im Leistungskatalog nicht erfüllen.
  • Anlage I listet die Methoden, die in einem Bewertungsverfahren geprüft wurden und bei denen der G-BA zu dem Ergebnis kam, dass sie für die Versorgung weiterhin erforderlich sind.
  • Anlage II führt die Methoden auf, für die der G-BA das Beratungsverfahren ausgesetzt hat und die damit vorerst weiter zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden können. Eine Aussetzung ist möglich, wenn noch keine ausreichende Evidenz vorliegt, aber zu erwarten ist, dass aussagekräftige Studien in naher Zukunft vorliegen. Die zeitlich befristete Aussetzung ist jeweils mit Anforderungen an die Qualität der Leistungserbringung sowie an die Dokumentation verbunden.

Die noch nicht abschließend beratenen Themen finden Sie hier.

Erprobung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nach § 137e SGB V

Seit 2012 steht dem G-BA ein Instrument zur Bewertung von Methoden zur Verfügung, deren Nutzen für eine allgemeine Anerkennungsentscheidung noch nicht mit hinreichender Evidenz belegt ist: Der G-BA kann Richtlinien zur Erprobung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit Potenzial beschließen, um die für eine Bewertung notwendigen Erkenntnisse zu gewinnen. In den Richtlinien sind die in die Erprobung einbezogenen Indikationen und die sächlichen, personellen und sonstigen Anforderungen an die Qualität der Leistungserbringung zu regeln, die während der zeitlich befristeten Erprobung im ambulanten und/oder stationären Bereich zu beachten sind. Das Bewertungsverfahren ist für die Zeit der Erprobung ausgesetzt.

Näheres zur Erprobung nach §§ 137c und 137e SGB V finden Sie hier.