Auswahl Website-Hauptbereich
Inhalt

Qualitätsprüfung und -beurteilung

Niedergelassene Vertragsärztinnen und -ärzte müssen nach dem SGB V die Qualität ihrer medizinischen Leistungen regelmäßig überprüfen und weiterentwickeln. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) führen dazu in allen Bundesländern mit eigenen Qualitätssicherungs-Kommissionen Stichprobenprüfungen in Arztpraxen durch und beurteilen die Qualität in ausgewählten Leistungsbereichen. Der G-BA regelt hierzu die Details (§ 135b Abs. 2 SGB V). So macht er in seiner Qualitätsprüfungs-Richtlinie Vorgaben zu Auswahl, Umfang und Durchführung der Stichprobenprüfungen. Darüber hinaus legt er für einige Leistungsbereiche zentrale Kriterien zur Qualitätsbeurteilung fest.

Stellen Qualitätssicherungs-Kommissionen Mängel fest, können die KVen mit verschiedenen Maßnahmen reagieren. Diese reichen von Wiederholungsprüfungen und Auflagen zur Mängelbeseitigung, Nichtvergütungen und Rückforderungen bereits geleisteter Vergütungen bis hin zum Entzug der Abrechnungsgenehmigung. Bei Bedarf zeigen die Qualitätssicherungs-Kommissionen in Beratungsgesprächen, Kolloquien oder Praxisbegehungen Möglichkeiten zur Qualitätsförderung auf.

Auch für Zahnarztpraxen sind Qualitätsprüfungen durch Stichproben eine gesetzlich vorgesehene Aufgabe, zu der der G-BA die Kriterien und näheren Verfahrensdetails festzulegen hat. In der Qualitätsprüfungs-Richtlinie vertragszahnärztliche Versorgung sind die Grundsätze und Zuständigkeiten für Auswahl, Umfang und Verfahren der Qualitätsprüfungen geregelt. Die Qualitätsprüfungen können durchgeführt werden, nachdem der G-BA zu mindestens einer vertragszahnärztlichen Leistung eine Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie verabschiedet hat. Durch die Qualitätsbeurteilungs-Richtlinien werden die Prüfkriterien, der Stichprobenumfang und das Pseudonymisierungsverfahren für die jeweiligen Leistungen konkretisiert.