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Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ist ein Instrument der Organisationsentwicklung und stammt ursprünglich aus der Industrie. Unter diesem Begriff werden alle Maßnahmen zusammengefasst, mit deren Hilfe Abläufe und Ergebnisse innerhalb einer Einrichtung verbessert werden können. Durch das regelmäßige Überprüfen und Hinterfragen des Erreichten soll sichergestellt werden, dass das Versorgungsniveau gehalten und dort, wo es erforderlich ist, weiter ausgebaut wird. Seit 2004 sind auch Krankenhäuser und Praxen zur Einführung eines Qualitätsmanagements verpflichtet.

Der G-BA legt in seiner Qualitätsmanagement-Richtlinie hierzu die grundsätzlichen Anforderungen fest (§ 136 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1. SGB V). Beispielsweise müssen sich Krankenhäuser und Praxen Qualitätsziele setzen und diese regelmäßig kontrollieren. Zudem müssen sie Verantwortlichkeiten klar festlegen und ein Risiko- und Fehlermanagement durchführen. Mit welchen Qualitätsmanagementsystemen die Einrichtungen im Einzelnen arbeiten, können sie selbst entscheiden.

Ob die Vorgaben zum Qualitätsmanagement umgesetzt wurden, wird im ambulanten Bereich über die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen überprüft und jährlich bei einer Stichprobe zufällig ausgewählter Praxen abgefragt. Die Ergebnisse fassen die Kassenärztliche und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung jeweils in einem Jahresbericht zusammen.

Krankenhäuser müssen jährlich in ihren strukturierten Qualitätsberichten Auskunft darüber geben, ob sie die Vorgaben zum Qualitätsmanagement umgesetzt haben. Zudem hat der G-BA Anforderungen an einrichtungsübergreifende Fehlermeldesysteme von Krankenhäusern bestimmt. Wenn Kliniken an solchen Fehlermeldesystemen teilnehmen, können sie entsprechende Zuschläge erhalten.