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Schutzimpfungen

Seit dem 1. April 2007 sind Schutzimpfungen Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zuvor waren sie freiwillige Satzungsleistungen der Krankenkassen.

Grundsätzliche Voraussetzung für die Aufnahme einer Schutzimpfung in den Leistungskatalog der GKV ist zunächst eine Empfehlung der beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin ansässigen Ständigen Impfkommission (STIKO). Sie wird von Experten gebildet, die das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beruft. Die STIKO tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen, um insbesondere Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen für Deutschland zu erarbeiten und Vorgaben zur spezifischen Prophylaxe übertragbarer Krankheiten beim Menschen zu erstellen.

Auf Basis dieser Empfehlungen der STIKO zur Durchführung von Schutzimpfungen legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Einzelheiten zur Leistungspflicht der GKV fest. Mit besonderer Begründung kann der G-BA auch von einer Empfehlung der STIKO für eine Schutzimpfung abweichen.

Krankenkassen haben nach wie vor die Möglichkeit, zusätzliche, nicht vom G-BA festgelegte Impfungen als Satzungsleistungen zu übernehmen.