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Pressemitteilung

G-BA als Mitglied im Europäischen Netzwerk für Health Technology Assessment (EUnetHTA) benannt

Berlin, 12. Oktober 2015 – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist neues Vollmitglied im Europäischen Netzwerk für Health Technology Assessment (EUnetHTA). Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) benannte den G-BA als weiteren deutschen Teilnehmer neben dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Seit 2012 arbeitete der G-BA im EUnetHTA bereits als Associate bei der frühen Beratung von Arzneimittelherstellern zu Studien der Phase III (Early Dialogues) mit, um die Qualität der klinischen Studien zu fördern und die Zulassungsstudien auch aussagefähig für HTA-Fragestellungen zu machen.

Der Vorsitzende des G-BA, Professor Josef Hecken, betont anlässlich der Benennung: „Wissenschaftlich fundiert aufgearbeitete Informationen in Form von HTA-Berichten sind insbesondere bei Arzneimitteln und neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden – und zukünftig auch bei hochrisikoreichen Medizinprodukten – eine wichtige Grundlage für Entscheidungen des G-BA. Dass nationale und regionale HTA-Institutionen Erfahrungen austauschen, gemeinsam an methodischen Standards arbeiten und somit auch die Transparenz der auf den HTA-Berichten basierenden Entscheidungen erhöhen, ist inzwischen geübte Praxis. Einen ganz wesentlichen Anteil hieran hat das seit 2006 existierende europäische HTA-Netzwerk EUnetHTA. Angesichts der hohen Relevanz von HTA-Berichten für unsere Entscheidungen begrüßen wir es sehr, in der 2016 beginnenden Joint Action 3 des EU-Gesundheitsprogramms als Mitglied im EUnetHTA mitzuarbeiten. Stärker als bisher werden wir als G-BA die Möglichkeit haben und auch nutzen, unsere Erfahrungen und methodischen Anforderungen einzubringen und gemeinsam mit den europäischen Kooperationspartnern weiterzuentwickeln.“

Der G-BA hat in Deutschland 2011 erfolgreich die frühe Nutzenbewertung für neue Arzneimittel eingeführt und seitdem über 500 Beratungen mit der pharmazeutischen Industrie zu Forschungsprojekten durchgeführt. Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) wurde der G-BA zudem mit der frühen Nutzenbewertung hochrisikoreicher Medizinprodukte beauftragt. Im Bereich neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden prüft der G-BA neue ärztliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf deren diagnostischen oder therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit.

EUnetHTA ist ein Netzwerk von Organisationen von Mitgliedstaaten der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraum und den Beitrittsländern. EUnetHTA wird kofinanziert durch das Gesundheitsprogramm der Europäischen Kommission.

Unter HTA beziehungsweise Medizintechnik-Folgenabschätzung wird die umfassende Bewertung und Evaluation neuer oder auf dem Markt befindlicher medizinischer Verfahren im Rahmen einer strukturierten Analyse verstanden. Aufgabe von HTA ist die Aufarbeitung von wissenschaftlich fundierten Informationen für Entscheidungsprozesse.

G-BA appointed member in European Network for Health Technology Assessment (EUnetHTA)

Berlin, 12 October 2015 – The Federal Joint Committee (Gemeinsamer Bundesausschuss, G-BA) is now a full member of the European Network for Health Technology Assessment (EUnetHTA). The appointment came from the German Federal Ministry of Health (BMG). The G-BA now joins the Institute for Quality and Efficiency in Healthcare (IQWiG) and the Institute of Medical Documentation and Information (DIMDI), the other two participants from Germany, in the network. The G-BA has already been working as an associate in the EUnetHTA since 2012 in the early guidance of pharmaceutical companies on phase III studies (early dialogues) to promote quality in clinical trials and to make market authorization studies meaningful for HTA issues as well.

Professor Josef Hecken, chair of the G-BA, said about the appointment: “HTA reports delivering scientifically sound information are an important foundation for G-BA decisions. That is particularly true for pharmaceuticals and new examination and treatment methods, and in the future for high-risk medical devices as well. It is already applied practice for national and regional HTA institutions to share experience, work together on methodological standards, and thereby increase the transparency of decisions based on HTA reports. The European HTA network EUnetHTA, founded in 2006, plays a key role in these efforts. In light of the high relevance of HTA reports for our decisions, we are very pleased to work as a full member of the EUnetHTA on joint action 3 of the EU Health Programme, set to begin in 2016. As the G-BA, we will use this opportunity to contribute our experience and methodological standards more than ever before, and will work together with our European partners to develop those standards even further.”

In 2011, the G-BA successfully introduced the early benefit assessment of new pharmaceuticals in Germany. Since then, it has conducted over 500 consultations with pharmaceutical companies regarding research projects. The G-BA was also commissioned with the early benefit assessment of high-risk medical devices with the introduction of the SHI Healthcare Improvement Act (GKV-VSG). The G-BA investigates new medical examination and treatment methods for their diagnostic or therapeutic benefit, medical necessity, and cost-effectiveness.

EUnetHTA is a network of organizations in European Union member states, the European Economic Area, and the candidate countries.
EUnetHTA is cofinanced by the Health Programm of the European Commission.

Health technology assessment (HTA) is a comprehensive assessment and evaluation of new or existing medical procedures as part of a structured analysis. The aim of HTA is to prepare scientific sound information for decision-making processes.

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