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Qualitätsprüfung und -beurteilung im ambulanten Bereich

Qualitätsprüfungen in der vertragsärztlichen Versorgung

Niedergelassene Vertragsärztinnen und -ärzte sind verpflichtet, die Qualität ihrer medizinischen Leistungen zu sichern und weiterzuentwickeln. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) führen dazu Stichprobenprüfungen in Arztpraxen durch und beurteilen die Qualität in ausgewählten Leistungsbereichen.

In der Qualitätsprüfungs-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung macht der G-BA Vorgaben zu Auswahl, Umfang und Durchführung dieser Stichprobenprüfungen. Darüber hinaus legt er für einige Leistungsbereiche in eigenen Qualitätsbeurteilungs-Richtlinien zentrale Kriterien zur Qualitätsbeurteilung fest, die dabei ebenfalls zu berücksichtigen sind. Qualitätsbeurteilungs-Richtlinien gibt es für die

  • radiologische Diagnostik und Computertomographie,
  • Kernspintomographie und
  • Arthroskopie.

Jährlich übermitteln die KVen die Ergebnisse ihrer Stichprobenprüfungen an die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Diese fasst sie in einem Jahresbericht zusammen, der vom G-BA veröffentlicht und mit einer erläuternden Kommentierung versehen wird. Die Jahresberichte sind bei der Qualitätsprüfungs-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung zu finden.

Qualitätsprüfungen in der vertragszahnärztlichen Versorgung

Auch für Zahnarztpraxen sind Qualitätsprüfungen durch Stichproben eine gesetzlich geforderte Aufgabe, zu der der G-BA die Kriterien und näheren Verfahrensdetails festzulegen hat. In der Qualitätsprüfungs-Richtlinie vertragszahnärztliche Versorgung sind Auswahl, Umfang und Durchführung dieser Stichprobenprüfungen geregelt.

Die zahnärztlichen Qualitätsprüfungen beginnen, sobald der G-BA in einem nächsten Schritt zu einzelnen Leistungen eine Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie verabschiedet hat. Darin werden jeweils die konkreten Stichprobengrößen, die Prüfkriterien und das Pseudonymisierungsverfahren für versichertenbezogene oder die Zahnärztin oder den Zahnarzt identifizierende Daten genauer bestimmt.