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Zahnersatz

Der Anspruch von Versicherten auf die Versorgung mit Zahnersatz ist in der Zahnersatz-Richtlinie geregelt. Festgelegt ist, bei welchem zahnmedizinischen Befund eine Versorgung mit

  • Kronen,
  • Brücken,
  • herausnehmbarem Zahnersatz und
  • Suprakonstruktionen (implantatgestützter Zahnersatz)

eine Regelleistung ist.

In seiner Festzuschuss-Richtlinie führt der G-BA für jeden Befund die zahnärztlichen und zahntechnischen Regelleistungen auf, die zu einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Versorgung mit Zahnersatz nach dem allgemein anerkannten Stand der zahnmedizinischen Erkenntnisse gehören.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für die Regelversorgung einen befundbezogenen Kostenanteil, den sogenannten Festzuschuss. Er umfasst grundsätzlich 50 Prozent der Kosten der Regelversorgung. Wählen Versicherte einen über die Regelversorgung hinausgehenden gleichartigen oder einen andersartigen Zahnersatz, müssen sie die Mehrkosten selbst tragen. Gleichartiger Zahnersatz liegt vor, wenn dieser die Regelleistung beinhaltet und zusätzliche zahnärztliche oder zahntechnische Leistungen hinzukommen. Eine andersartige Versorgung liegt vor, wenn ein anderer Zahnersatz als der, der in den Regelleistungen für den jeweiligen Befund beschrieben ist, gewählt wird.

Der G-BA veröffentlicht jährlich die aktuellen Höhen der Festzuschüsse, die für Zahnersatzleistungen übernommen werden. Für die zahnärztlichen Leistungen werden die Preisverhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) geführt. Bei den zahntechnischen Leistungen sind es der GKV-Spitzenverband und der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI).