Erprobungs-Richtlinien

In einer Erprobungs-Richtlinie legt der G-BA die Eckpunkte für eine Studie fest, mit der die notwendigen Erkenntnisse für die Bewertung des Nutzens einer neuen Untersuchung oder Behandlung gewonnen werden sollen.

In den einzelnen Erprobungs-Richtlinien sind insbesondere jeweils folgende Punkte festzulegen:

  • Indikationen, Patientenpopulationen,
  • Intervention(en),
  • Studientyp (Evidenzstufe),
  • Angemessene Vergleichsintervention(en),
  • Endpunkte,
  • Beobachtungszeitraum,
  • sächliche, personelle und sonstige Anforderungen an die Qualität.

Die Beratung einer Erprobungs-Richtlinie leitet der G-BA mit Beschluss ein. 

Erprobungsstudien

Nach Beschluss einer Erprobungs-Richtlinie wird eine unabhängige wissenschaftliche Institution (UWI) mit der Durchführung und Auswertung der Studie beauftragt. In einer Übersicht finden Sie alle in Vorbereitung befindlichen, laufenden und abgeschlossenen Erprobungsstudien. Die Seiten beinhalten eine Beschreibung der Studie, Kontaktdaten der beauftragten unabhängigen wissenschaftlichen Institution sowie – je nach Status der Studie – die Studienzentren. Nach Beendigung der Studie werden hier zudem die Abschlussberichte zu finden sein.

Studien zur Erprobung

Aktuelle Beratungen zu Erprobungs-Richtlinien

Zu folgenden Themen hat der G-BA die Beratung einer Erprobungs-Richtlinie noch nicht abgeschlossen:

Molekularer Genexpressionstest zur Überwachung von Niedrigrisiko- Patienten nach einer Herztransplantation hinsichtlich akuter zellulärer Abstoßungsreaktionen

Perkutan implantierter interatrialer Shunt zur Behandlung der Herzinsuffizienz

Phonokardiographie zum Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit

Schlafpositionstherapie bei milder bis mittelgradiger lageabhängiger obstruktiver Schlafapnoe

Stereotaktische Radiochirurgie mit Kobalt-60-Gammastrahlungsquellen von interventionsbedürftigen Rezidiven eines Hypophysenadenoms nach erfolgter Resektion

Stereotaktische Radiochirurgie mit Kobalt-60-Gammastrahlungsquellen von unvorbehandelten zerebralen arteriovenösen Malformationen mit einem Nidus-Durchmesser bis 30 Millimeter, für die eine Behandlung mittels Embolisation bzw. Mikrochirurgie nicht infrage kommt

Transkutane Vagusnervstimulation zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit pharmakoresistenter Epilepsie

Ultraschallgesteuerter hochintensiver fokussierter Ultraschall bei Leiomyomen des Uterus

Ultraschallgesteuerter hochintensiver fokussierter Ultraschall beim nicht chirurgisch behandelbaren bösartigen Neubildungen des Pankreas

Ultraschallgesteuerter hochintensiver fokussierter Ultraschall beim nicht chirurgisch behandelbaren hepatozellulären Karzinom