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Erprobung nach Nutzenbewertung einer Methode durch den G-BA

Eine Erprobung kann ein Zwischenergebnis der Bewertung des Nutzens einer Untersuchungs- und Behandlungsmethode sein. Reicht nämlich die verfügbare Studienlage für eine abschließende Bewertung der fraglichen Methode nicht aus und lässt sich ihr Potenzial nicht verneinen, setzt der G-BA das Bewertungserfahren für die Krankenhausbehandlung (§ 137c Abs. 1 SGB V) aus und führt eine Erprobung durch. Eine Erprobung, die die vertragsärztliche Versorgung (§ 135 Abs. 1 SGB V) umfasst, liegt dagegen im Ermessen des G-BA. Eine Erprobungsstudie kommt allerdings nur dann in Frage, wenn keine anderweitige Studie in naher Zukunft zu erwarten ist, mit der der Nutzen hinreichend belegt werden kann.

Das Gleiche gilt für Methodenbewertungsverfahren im Rahmen der Früherkennung von Krankheiten (§ 25 Abs. 3 SGB V). Der G-BA legt in diesem Bereich Details zu Gesundheitsuntersuchungen (§§ 25 Abs. 1 und 26 Abs. 2 Satz 1 SGB V) oder zu organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen (§ 25a SGB V) fest.