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Künstliche Befruchtung

Gesetzlich versicherte verheiratete Paare haben einen Anspruch auf Maßnahmen der künstlichen Befruchtung unter Kostenbeteiligung der Krankenkassen, wenn die Versicherten das 25. Lebensjahr vollendet haben und wenn nach Auffassung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin hinreichende Aussicht auf Erfolg besteht (§ 27a Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Aussicht auf Erfolg besteht laut Gesetz dann, wenn eine in den Richtlinien des G-BA über Künstliche Befruchtung (KB-RL) für die jeweilige Methode festgelegte Anzahl erfolgloser Versuche nicht überschritten wird.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt 50 Prozent der mit dem Behandlungsplan genehmigten Kosten der Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung. Für die Kostenübernahme gibt es jedoch eine gesetzlich festgelegte Altersgrenze (§ 27a Abs. 3 SGB V): Bei Frauen liegt sie beim vollendeten 40. und bei Männern beim vollendeten 50. Lebensjahr.

In den KB-RL werden die Voraussetzungen, die Art und der Umfang der den gesetzlichen Erfordernissen entsprechenden ärztlichen Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung bestimmt.

Dort ist - entsprechend der Feststellung, dass ein Ausschluss HIV-positiver Versicherter von Maßnahmen der künstlichen Befruchtung mit Blick auf die Gleichbehandlung gegenüber Versicherten mit anderen Erkrankungen nicht zu rechtfertigen ist - seit Dezember 2010 auch festgelegt, dass Ehepaare eine künstliche Befruchtung als GKV-Leistung in Anspruch nehmen können, bei denen der HIV-Status bekannt ist, unabhängig davon, ob ein oder beide Partner HIV-positiv sind.

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