Methodenbewertung

Daten zur Auswertung der Darmspiegelung werden künftig besser und schneller übermittelt

Siegburg, 21. Dezember 2005 – Künftig können die Daten zur Dokumentation von Koloskopien zur Früherkennung auf Darmkrebs (Darmspiegelungen) besser und schneller an eine zentrale Stelle zur bundesweiten Auswertung übermittelt werden. Durch den gestern vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen Wechsel von der bisher papiergebundenen zur elektronischen Dokumentation zum 1. Januar 2007 werden Dokumentations- und Einlesefehler verhindert und eine zeitnahe Auswertung ermöglicht. Informationen zum Erkrankungsstadium der Patienten, bei denen ein Darmkrebs festgestellt wurde, liegen nun vollständiger, schneller und mit höherer Zuverlässigkeit vor. Die Wahrung des Patientengeheimnisses ist durch Pseudonymisierung der Daten gewährleistet. Die Ergebnisse sind für die Evaluation des Nutzens, für eine Qualitätssteuerung, für die Patientenversorgung und die Wissenschaft bedeutend.

Die Koloskopie ist damit die erste vertragsärztliche Leistung, für die diese Form der Dokumentation verpflichtend eingeführt wird. Die Umstellung wird sorgfältig vorbereitet und den Ärzten eine Übergangsfrist bis 1. Januar 2007 eingeräumt, in der sie die Dokumentation von der Papier- auf die elektronische Form umstellen.

Im Oktober 2002 wurde die Koloskopie zur Früherkennung auf Darmkrebs als GKV-Leistung eingeführt. Der Gesetzgeber sieht vor, dass derartige Früherkennungsmaßnahmen dokumentiert und ausgewertet werden. Bisher wurden die ausgefüllten Untersuchungsbögen von der jeweiligen Arztpraxis per Post an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung geschickt und dort eingescannt. Der behandelnde Arzt leitet zukünftig die pseudonymisierten Daten auf elektronischem Wege an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung.


Beschluss zu dieser Pressemitteilung

Krebsfrüherkennungs-Richtlinien (eDokumentation Koloskopie)