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Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

In der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung wird die Qualität der medizinischen Versorgung sowohl über Einrichtungs- und Sektorengrenzen als auch über längere Zeitverläufe hinweg erfasst. Dadurch werden sogenannte Längsschnittbetrachtungen möglich. Nach welchen Regeln die ambulante und stationäre Behandlung übergreifend erfasst werden, gibt der G-BA in seiner Richtlinie über einrichtungs- und sektorenübergreifenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung vor. Der erste Teil dieser Richtlinie legt die Rahmenbedingungen zu den institutionellen Strukturen und Datenflüssen sowie das Vorgehen bei Auffälligkeiten fest. Im zweiten Teil der Richtlinie werden nach und nach themenspezifische Bestimmungen zu einzelnen Qualitätssicherungsverfahren ergänzt.

Für jedes neue Verfahren der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung entwickelt das Institut nach § 137a SGB V im Auftrag des G-BA Instrumente zur Messung und Darstellung der Versorgungsqualität. Hierzu gehören auch geeignete Qualitätsindikatoren und Vorgaben zur Dokumentation. Wenn möglich, wird hierbei auf routinemäßig erhobene Abrechnungsdaten bei den gesetzlichen Krankenkassen zurückgegriffen. In weiteren Schritten wird dann die EDV-technische Aufbereitung der Daten ausgearbeitet und eine Machbarkeitsprüfung durchgeführt.

Bei der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung bestehen besondere Anforderungen an den Datenschutz. Ein sogenanntes Pseudonymisierungsverfahren stellt dies sicher.