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Bedarfsplanung

Die vertragsärztliche Bedarfsplanung gibt es seit dem Jahr 1977. Um bundesweit eine ausgewogene haus- und fachärztliche Versorgung zu sichern, hat der Gesetzgeber im Jahr 1993 die Bedarfsplanung reformiert. Ziel war es ursprünglich, einen Anstieg der Zahl von Ärztinnen und Ärzten vor allem in bereits überversorgten Gebieten zu verhindern. Mit dem am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) änderte sich die Zielsetzung: Angesichts von Problemen bei der Nachbesetzung von Arztpraxen in strukturschwachen Gebieten geht es nun vor allem darum, allen GKV-Versicherten – unabhängig von Wohnort, Einkommen oder anderen Faktoren – einen gleichmäßigen Zugang zur ambulanten Versorgung zu sichern. Der Gesetzgeber gab dem G-BA im Zuge der veränderten Zielsetzung Spielräume, die Bedarfsplanungs-Richtlinie zu einem Steuerungsinstrument weiterzuentwickeln, das flexibler als bisher auf besondere Probleme bei der ambulanten Versorgung im ländlichen Raum reagieren kann.