Datengestützte Qualitätssicherung: Pilotprojekt testet Weiterentwicklung des Stellungnahmeverfahrens
Berlin, 19. Februar 2026 – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will das Stellungnahmeverfahren in der datengestützten Qualitätssicherung weiterentwickeln. In einem Pilotprojekt soll dafür die Umsetzbarkeit der vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) vorgeschlagenen Elemente zur Weiterentwicklung des Verfahrens der qualitativen Beurteilung – wie eine Ursachen- und Ausmaßanalyse mit Maßnahmenplan – mit den beteiligten Stakeholdern getestet werden. Eine entsprechende Beauftragung des IQTIG hat der G-BA heute beschlossen.
Getestet wird die Praxistauglichkeit der vorgeschlagenen Änderungen im Stellungnahmeverfahren anhand der beiden stationären Qualitätssicherungsverfahren Mammachirurgie und Dekubitusprophylaxe durch drei Landesarbeitsgemeinschaften. Die Ergebnisse der Pilotphase soll das IQTIG bis zum 31. Januar 2027 in einem Abschlussbericht vorlegen. Das Pilotprojekt baut auf einem IQTIG-Konzept auf, das der G-BA bereits im Januar 2026 abgenommen hat (Link siehe unten).
Zum Hintergrund
Die datengestützte Qualitätssicherung erfasst bundesweit in Kliniken und/oder der ambulanten Versorgung zu bestimmten Indikationen die Behandlungsqualität. Die gemessenen Werte werden regelhaft auf rechnerische Auffälligkeiten hin untersucht, um potenzielle Defizite in der Versorgung aufzudecken und gegebenenfalls qualitätsfördernde Maßnahmen einzuleiten. Zur Beurteilung dieser Auffälligkeiten dient ein über Landesarbeitsgemeinschaften gesteuertes Stellungnahmeverfahren mit Expertinnen und Experten auf der Landesebene.