Verfahren nach § 137h SGB V

Sensorunterstützte Aspirationsthrombektomie bei tiefer Beinvenenthrombose (TVT)

Steckbrief

  • Intervention: Aspirationsthrombektomie, sensorunterstützt
  • Indikation: tiefe Beinvenenthrombose (TVT)
  • Vorgangsnummer Bewertung: BVh-26-007
  • Hersteller: Penumbra, Inc.
  • Produkt: INDIGO Lightning Aspiration System FLASH/BOLT
  • Produktklasse: Klasse III
  • Status: Bewertungsverfahren eingeleitet

Fristen

  • Beginn des Bewertungsverfahrens: 03.11.2026

Bewertungsverfahren

Eingangsbestätigung

Ein Krankenhaus ist gesetzlich verpflichtet, dem GBA Informationen über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer Methode und zu der Anwendung des Medizinprodukts zu übermitteln, sobald es beim InEK eine erstmalige NUB-Anfrage zu einer neuen Methode, deren technische Anwendung maßgeblich auf dem Einsatz eines Medizinprodukts mit hoher Risikoklasse beruht, stellt.

Der GBA bestätigt hiermit, dass Informationen für die Bewertung nach § 137h SGB V der o. g. Methode von einem Krankenhaus eingegangen sind.

Dem GBA wurden mit dem eingereichten Formular folgende Angaben zur Beschreibung der Methode übermittelt:

  • Angefragte Untersuchungs- und Behandlungsmethode (Abschnitt I, Nr. 4.2a):

    Sensorunterstützte Aspirationsthrombektomie bei tiefer Beinvenenthrombose (TVT)

  • Beschreibung des Anwendungsgebiets (Abschnitt II, Nr. 2.3):

    Die angefragte Methode kommt bei ausgewählten Patienten mit Tiefer Venenthrombose (TVT) zum Einsatz, kodierbar u. a. über ICD-10-GM I80.1, I80.20, I82.2 sowie – bei zugrunde liegender venöser Kompression, z. B. May-Thurner-Syndrom – I87.1. Die Methode richtet sich allerdings nicht an alle Patienten mit TVT, sondern an solche mit akuter oder subakuter symptomatischer iliofemoraler, iliokavaler oder ausgedehnter proximaler TVT und erheblicher Thrombuslast, bei denen eine rasche mechanische Thrombusentfernung klinisch angezeigt ist. Besonders relevante Patientengruppen sind Patienten mit bedrohter Extremitätenvitalität bzw. Phlegmasia, Patienten mit Kontraindikationen gegen eine Thrombolyse oder erhöhtem Blutungsrisiko sowie ausgewählte Patienten mit thrombosierten iliokavalen Venenstents. Als praktische Orientierung kann bei akuter oder subakuter TVT eine Symptomdauer bis zu etwa sechs Wochen in Kombination mit bildgebendem Nachweis eines behandelbaren Thrombus herangezogen werden. Patienten mit isolierter distaler TVT, milden unter Antikoagulation rückläufigen Symptomen oder etablierten chronisch-fibrotischen postthrombotischen Verschlüssen sollten grundsätzlich nicht eingeschlossen werden, sofern keine besondere Indikation und entsprechende Evidenz vorliegen.

Bekanntmachung der übermittelten Informationen

Bewertungsvoraussetzungen