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Qualitätssicherung – Die Aufgaben des G-BA

Patientinnen und Patienten sollen in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen qualitativ hochwertig und auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse versorgt werden. Mit diesem Ziel hat der Gesetzgeber den G-BA mit zahlreichen Aufgaben im Bereich der Qualitätssicherung betraut. Der G-BA gibt vor, welche Grundelemente das gesetzlich verpflichtende Qualitätsmanagement in Klinik und Praxis enthalten muss. Und er legt für besonders schwierige Eingriffe Anforderungen fest; zum Beispiel an die räumliche und technische Ausstattung, die Qualifikation des Personals (Strukturqualität) und an die organisatorischen Abläufe (Prozessqualität).

Zudem entwickelt der G-BA Verfahren, mit denen man die Qualität der medizinischen Versorgung messen, darstellen und vergleichen kann. Die Ergebnisse helfen Leistungserbringern dabei, ihre Behandlungsqualität im Vergleich mit anderen einzuschätzen und sie weiter zu verbessern. Der G-BA erarbeitet außerdem Verfahren, bei denen Behandlungsdaten einrichtungs- und sektorenübergreifend erfasst werden. Damit wird es möglich, Krankheitsverläufe auch über größere Zeiträume hinweg zu beobachten.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung hat der Gesetzgeber dem G-BA weitere neue Aufgaben übertragen. Beispielsweise wird ein Katalog von Leistungsbereichen mit zugehörigen Qualitätszielen und Qualitätsindikatoren bestimmt, der sich für eine qualitätsabhängige Vergütung mit Zu- und Abschlägen eignet.

Bei seinen Aufgaben zur Qualitätssicherung wird der G-BA von dem fachlich unabhängigen Institut nach § 137a SGB V, dem Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), unterstützt.